DDigital Video (DV)
Digitaler Videostandard für den semiprofessionellen Bereich. Beim
DV-Format werden die Videodaten DCT
komprimiert und mit einer festen Datenrate von 25 MBit/s aufs Band
geschrieben. Dies entspricht einem
DropoutsEin typisches Problem von Videobändern das seit den Zeiten von S-VHS/Hi8 bekannt ist. Ursächlich hierfür ist das Herstellungsverfahren. Beim ME-Band wird gasförmiges Kobalt unter hohen Temperaturen auf eine Folie aufgedampft. Im zweiten Arbeitsschritt wird die Folie mit einer Schutzschicht überzogen und soll so die Trägerschicht vor Abrieb durch den Videokopf schützen. Was als Schutz für die Bänder soweit gut war, hinterlässt allerdings beim Abspiel- oder Aufnahmevorgang feine Dampfspuren im Bandlaufwerk. MP-Bänder sind generell robuster als das Konsumerformat ME und sind somit für professionelle Anwendungen unabdingbar. Dennoch sind auch MP-Bänder nicht 100% rein. Ein sehr feiner Metallstaub bleibt zurück. Beide Verfahren für sich genommen stellen kein Problem dar - wer ausschließlich Bänder eines Typs und nach Möglichkeit vom gleichen Hersteller nutzt. Die Nutzung von beiden Typen im Mischbetrieb sollte vermieden werden. Andernfalls vermischen sich ME-Dampf und MP-Staub zu einem kaum wahrnehmbaren, schmierigen Film, der sowohl DV-Bänder wie auch Videoköpfe in Mitleidenschaft zieht. Nun sind in allen DV-Geräten standardmäßig Fehlerkorrektur-Chips verbaut. Diese verteilen einen wesentlichen Teil der Dropouts weitflächig über das Bild, so das diese nicht, oder kaum noch wahrnehmbar sind. Was allerdings von der Industrie positiv gedacht war und für ein sauberes Signal sorgen sollte, kann im Fall des Mischbetriebs von ME und MP einen bösen Nebeneffekt haben: Der Anwender bemerkt die Bildfehler erst dann, wenn der Schmierfilm bereits einen erheblichen Abrieb hinterlassen hat. Im schlimmsten Fall hilft dann auch kein Reinigungsband mehr und das Gerät muss in eine Fachwerkstatt gegeben werden.
DVCAMVon Sony eingeführt und für den professionellen Bereich konzipierte
Variante des
DVCPROProfi-Format von Panasonic. Gegenüber DV arbeitet DVCPRO mit der
doppelten Bandvorschubgeschwindigkeit für eine um 80% breitere Videospur
als DV. Zudem verwendet DVCPRO dickeres und robusteres Bandmaterial (Typ
MP, Metallpartikel), welches auch erlaubt, Längsspuren aufzunehmen.
Während DV auf sogenannte Randspuren verzichtet, bietet DVCPRO gleich zwei
davon: eine analoge Audiospur und eine CTL-Spur. Die Audio-Randspur kann
bei der Aufnahme als dritte und zusätzliche Sicherheitsspur fungieren und
ermöglicht so auch im Suchlauf einen verwertbaren Ton. Von der CTL-Spur
erhoft sich Panasonic schnelle Servo-Synchronisierung sowie bildgenauen
Schnitt auch bei extrem kurzen Preroll-Zeiten. Anders als DV arbeitet
DVCPRO in der PAL-Version im
DVDDigital Versatile Disc. Siehe
EEchtzeitBezeichnet die Möglichkeit einen Videofilm in einem
Edit SearchEine Camcorder-Funktion die es bereits am Aufnahmeort ermöglicht überflüssige Filmszenen zu überspielen, in dem das Band an die gewünschte Position gespult und anschließend durch eine neue Aufnahme nahezu punktgenau ersetzt wird. Ein relativ mühseliges Unterfangen und eignet sich nur bedingt zum schneiden eines Videos. EffektEffekte werden zur Veränderung des Videofilms oder nur einer Filmszene
oder gar eines Einzelbildes herangezogen. Die meisten Softwareprogramme
zur Videobearbeitung, wie z.B.
Einzelbildsiehe
End SearchIst eine Funktion des Camcorders, die das Auffinden der letzten Aufnahmesequenz ermöglicht, egal an welcher Position sich diese befindet - bei DV-Kassetten mit Speicher-Chip ist diese Funktion (neben anderen Informationen die gespeichert werden können) sogar dann gegeben, wenn die Kassette bereits ausgeworfen wurde. Allerdings bietet nicht jeder Camcorder diese zusätzliche Funktion (Speichern auf IC-Chip) an. ExposureUnter dieser Option verbirgt sich die Möglichkeit, einer manuellen
Blenden- und
FFaderSiehe
FarbtemperaturMit dem Begriff "Farbtemperatur" wird die farbliche Darstellung auf einem Bildschirm gemessen. Als Bezug wird hier die Farbe Weiß genommen. Faustregel: Je höher die Farbtemperatur, desto bläulicher erscheint Weiß. Die unterschiedlichen Farbtemperaturen werden i.d.R. in drei Hauptbereiche eingestuft:
FrameEnglische Bezeichnung für "Rahmen": Es handelt sich dabei um ein einzelnes Bild aus einer Videosequenz. Eine Sekunde PAL-Videomaterial enthält 25 Frames, bzw. beim NTSC-Format: 30 Frames. Unterschieden wird noch nach I-Frames, P-Frames und B-Frames, welche
jedoch eher im Bereich der MPEG-Komprimierung angesiedelt sind. Bei der
Komprimierung werden in den Videodateien nicht immer alle 25 Bilder pro
Sekunde vollständig abgespeichert - sondern beispielsweise nur 2 Frames
(Bilder) pro Sekunde. Diese Bilder werden dann als I-Frames bezeichnet.
Die Bilder zwischen den I-Frames werden wegen der gewünschten Kompression
nach Möglichkeit nicht komplett abgelegt. Vielmehr wird die Information
gespeichert (beispielsweise über
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