Glossar: 1 - 9

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4:1:1 Abtastung

Videobearbeitung: Heute kaum mehr gebräuchliches Abtastverhältnis für Komponentensignale (Y, Cr, Cb) bei der Digitalisierung. Hält aber mit der DV-Technik wieder Einzug in die Studiotechnik. Die drei Zahlen sind Vielfache der "Grundfrequenz" von 3,375 MHz. D.h. das Luminanz-Signal wird mit 13,5MHz abgetastet, die Chrominanzanteile jedoch nur mit 3,375 MHz. Im Gegensatz zur vollen Auflösung der Luminanz (jedes Pixel beide Fields), wird das Farbsignal nur bei jedem vierten Pixel, dafür aber in beiden Halbbildern horizontal verschoben abgetastet. Das 4:1:1 Verfahren wird als ökonomische Samplingmethode für DV 525 Zeilen (NTSC) Bildformate sowie für DVCPRO (PAL) verwandt. Während die vertikale Auflösung der Farbinformation erhalten bleibt, beträgt die horizontale Auflösung gegenüber 4:2:2 nur mehr die Hälfte (je vier Pixel nebeneinander teilen sich denselben Farbwert). Die Luminanz und Farbdifferenz-Werte werden für jede einzelne Zeile gesampelt.

4:2:0 Abtastung

Videobearbeitung: Das Chrominanzsignal wird in jeder zweiten Zeile überhaupt nicht abgetastet, und in jeder ersten Zeile nur halb so oft wie das Luminanzsignal. Dies wiederum reduziert die Datenrate im Vergleich zur 4:2:2-Abtastung nochmal erheblich. Die 4:2:0 Abtastung wird beispielsweise im PAL-DV Standard verwendet. Aus diesem Grunde benötigt digitales Video trotz einer 5:1 Kompression weniger Speicherplatz (ca. 3,5 MB/sec) als das ähnliche M-JPEG-Verfahren mit seiner 4:2:2 Abtastung bei gleicher Kompression (ca. 4,4 MB/sec).

4:2:2 Abtastung

Videobearbeitung: Die Chrominanz (Farbsignal) eines Videos wird bei dieser Methode nur halb so häufig abgetastet wie die Luminanz (Helligkeitssignal). Da das menschliche Auge Farbveränderungen nicht so stark wahrnimmt wie beispielsweise Helligkeitsunterschiede, entstehen durch diese Signalbehandlung gegenüber dem 4:4:4 Original meist keine sichtbaren Qualitätseinbußen. Die Datenmenge jedoch reduziert sich beträchtlich.

4:4:4 Abtastung

Videobearbeitung: Unkomprimiertes Videosignal in der alle Informationen in allen Zeilen gleichermaßen vorhanden sind. Die Datenrate die dabei entsteht ist enorm groß und kann nur von entsprechenden Hochleistungsmaschinen in Echtzeit bearbeitet werden. Dieses Signal wird i.d.R. von Studiokameras erzeugt.

Siehe auch: Kompressionsverhältnis, Abtastverhältnis